Die Amerdinger Truden

Sage, Brauchtum und Heimatliebe

 

 

Die Amerdinger Truden sind seit über elf Jahren fester Bestandteil der Faschingsumzüge. In Häs und Larve bringen sie eine ganz besondere Figur ins närrische Treiben: die Hexe Trude – eine alte Amerdinger Sagengestalt, die der Überlieferung nach noch heute in den Wäldern rund um den Ort umgeht.

Der Sage zufolge verfluchte die Hexe Trude einst einen reichen Mann, nachdem sie ihm im Wald in Gestalt eines jungen Mädchens begegnet war. Sein Leben zerfiel, bis seine Tochter Rosa den Fluch durch Mut, Klugheit und Liebe brechen konnte. Seitdem soll die Trude auf Rache sinnen – besonders an Orten wie den „Drei Steinen“, die bis heute von der Sage umwoben sind.

Diese Geschichte war 2015 der Grundstein für die Gründung der Trudengruppe. Initiator war Lennard Eger, der bis heute als Hexenmeister fungiert. Von Beginn an engagieren sich die Truden aktiv im Vereinsleben und prägen den Fasching in Amerdingen mit – unter anderem mit der erstmaligen Aufstellung eines Narrenbaums im Jahr 2022.

Auch optisch zeigt sich die enge Verbundenheit zur Heimat: Das Häs ist an die traditionelle Rieser Tracht angelehnt und ergänzt durch die Vereinsfarben Blau und Pink. Larven und Häs entstehen vollständig in Amerdingen – entworfen und gefertigt von lokalen Künstlern und Handwerkern.

 

So lebt die Sage der Hexe Trude heute weiter – nicht als Fluch, sondern als lebendiges Stück Amerdinger Identität und gelebter Faschingstradition.

                               Faschingsfreunde Amerdingen e.V.           www.faschingsfreunde-amerdingen.de